romy fischer

körper, seele und geist heilend begegnen

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Seit dem Ende des Lockdowns steigen in Zürich und Bern die Fälle von sexueller Gewalt an Frauen

20. Juli 2020

Nach dem Ende des Lockdowns haben sich doppelt so viele Frauen wegen sexueller Gewalt an die Zürcher Beratungsstelle gewandt wie noch vor der Coronakrise. In Bern ist derselbe Trend zu erkennen.

Auch nach dem Lockdown bleiben die Fallzahlen, bei denen es um häusliche Gewalt geht, konstant, während sich bei der sexuellen Gewalt ein trauriger Trend bemerkbar macht. Dieser halte auch im Juli weiter an, sagt Elmer. Bis Mitte des Monats wandten sich 24 Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen waren, an die Beratungsstelle – so viele also wie normalerweise innerhalb eines gesamten Monats.

  • Vor dem Lockdown und währenddessen haben sich monatlich rund 20 Frauen bei der Zürcher «Frauenberatung sexuelle Gewalt» gemeldet.
  • Nach den Lockerungen im Juni suchten Frauen in 43 Fällen Hilfe bei der Beratungsstelle.
  • Laut Geschäftsführerin Corina Elmer sind auch im Juli mehr neue Beratungen zu verzeichnen.

Auch der Kanton Bern berichtet von einer signifikanten Zunahme der Beratungen.

In erster Linie haben Frauen Hilfe gesucht, die schwere Gewalttaten wie Vergewaltigung, Nötigung oder Schändung erlebt hatten. Am häufigsten trifft dies auf Frauen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren zu: «Wir stellen fest, dass viele jüngere Frauen in den Ausgang gegangen sind und es dabei zu schwerer Gewalt und sexuellen Übergriffen gekommen ist», sagt Corina Elmer. Die Übergriffe hätten meist in privaten Wohnungen stattgefunden. Der Trend setzt sich im Juli fort.

Bei der Frauenberatung haben sich aber auch Opfer gemeldet, die bereits vor dem Lockdown oder währenddessen Gewalttaten erlebt haben. Dies dürfte auch ein Grund für den Anstieg sein. Laut Corina Elmer setzt sich der Trend in diesem Monat fort: Bis Mitte Juli haben sich bereits über 20 Personen bei der Frauenberatung gemeldet.

Autorin: Corina Elmer, Frauenberatung sexuelle Gewalt

Quellen: SRF & Aargauer Zeitung

WICHTIG: Melden Sie sich als betroffene Person, Frau oder Mann bei einer Opferberatungsstelle. Sie werden in rechtlichen, medizinischen und traumatologischen Fragen beraten und unterstützt. Sie haben die Möglichkeit von ausgewiesenen TherapeutInnen, welche mit der Opferhilfe zusammenarbeiten, therapeutische Hilfe zu bekommen. Schämen Sie sich nicht, holen Sie sich Hilfe. Je früher – umso besser!

Lantana, Opferhilfe für sexuelle Gewalt in Bern

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In meinen Therapiesitzungen kann ich einen Abstand von zwei Metern gewährleisten. Sollte dieser Abstand aus Gründen der Therapieintervention unterschritten werden, würden Sie und ich Masken tragen und Handschuhe oder die Hände waschen / desinfizieren.

Nehmen Sie bitte Ihre eigene Maske mit und kommen Sie nur wenn Sie symptomfrei sind, keinen Husten, Fieber, Geruchs- und / oder Geschmacksverlust etc. haben.

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